Kiefergelenksbehandlung (CMD) in Hof
Bei einer craniomandibulären Dysfunktion, kurz CMD, behandeln wir das Kiefergelenk und die beteiligte Muskulatur – in der Regel auf zahnärztliche Verordnung und in Abstimmung mit der behandelnden Praxis.
Was hinter der Abkürzung CMD steckt
CMD steht für craniomandibuläre Dysfunktion. Gemeint ist ein Zusammenspiel von Kiefergelenk, Kaumuskulatur und Zahnkontakt, das aus dem Gleichgewicht geraten ist. Der Begriff beschreibt keine einzelne Erkrankung, sondern ein Beschwerdebild mit unterschiedlichen Ursachen.
Zur Physiotherapie kommen Patientinnen und Patienten meist über die Zahnarztpraxis oder die Kieferorthopädie, etwa wenn das Kiefergelenk knackt, die Mundöffnung eingeschränkt ist, nächtliches Zähneknirschen festgestellt wurde oder die Kaumuskulatur dauerhaft verspannt ist.
Warum Kiefer und Nacken zusammen betrachtet werden
Kiefergelenk und obere Halswirbelsäule liegen nah beieinander und teilen sich einen Teil ihrer muskulären und nervalen Versorgung. Deshalb schauen wir uns im Befund nicht nur das Gelenk selbst an, sondern auch Nacken, Schultergürtel und Haltung.
Umgekehrt kommt es vor, dass jemand wegen Nackenbeschwerden zu uns kommt und sich im Befund zeigt, dass der Kiefer daran beteiligt ist. In dem Fall sprechen wir eine Abklärung beim Zahnarzt an – die Diagnose stellen wir nicht.
Wie eine Behandlung abläuft
Am Anfang steht ein ausführlicher Befund: Wir prüfen Beweglichkeit und Gelenkspiel des Kiefers, tasten die Kaumuskulatur, sehen uns die Mundöffnung an und beziehen die Halswirbelsäule mit ein.
Behandelt wird mit den Händen, von außen und je nach Befund auch von innen an der Kaumuskulatur. Dazu kommen Übungen zur Bewegungslenkung und Tipps für den Alltag – etwa zur Ruhelage des Unterkiefers oder zu Gewohnheiten, die das Gelenk dauerhaft belasten.
Trägt jemand eine Schiene aus der Zahnarztpraxis, arbeiten wir damit zusammen und nicht daran vorbei. Die Schiene kommt vom Zahnarzt, die Beweglichkeit von uns.
Wer die Behandlung durchführt
CMD-Behandlungen führen in unserer Praxis Nils Färber und Laura Kabatschkow durch; beide haben die entsprechende Zusatzausbildung abgeschlossen.
Patientinnen und Patienten aus dem Landkreis Hof
CMD-Behandlung wird nicht in jeder Praxis angeboten, weil sie eine eigene Zusatzausbildung voraussetzt. Entsprechend kommen viele Patientinnen und Patienten aus dem weiteren Umkreis zu uns – aus Oberkotzau, Döhlau, Konradsreuth und Feilitzsch ebenso wie aus Schwarzenbach an der Saale, Rehau, Selbitz, Naila, Münchberg und Helmbrechts.
Wenn Sie von weiter her anreisen: Sprechen Sie uns bei der Terminvereinbarung darauf an. Eine Terminserie lässt sich dann so legen, dass die Fahrten sich lohnen.
Kosten und Kostenträger
Die Behandlung erfolgt in der Regel auf zahnärztliche Verordnung. Bei gesetzlich Versicherten übernimmt die Krankenkasse die Kosten der verordneten Behandlung grundsätzlich, eine gesetzliche Zuzahlung kann anfallen. Privatrezept und Selbstzahlerleistung sind ebenfalls möglich.
Bringen Sie die Verordnung zum ersten Termin mit. Steht darauf eine Kombination mit weiteren Heilmitteln, lässt sich das über unsere Online-Terminbuchung nicht abbilden – nutzen Sie dafür die begleitete Terminabfrage oder rufen Sie an.
Termin vereinbaren
Viele Termine lassen sich direkt online buchen. Geht es um eine Kombination mehrerer Heilmittel oder um eine Behandlung, die dort nicht auftaucht, nutzen Sie die begleitete Terminabfrage oder rufen Sie an unter 0151 40370751.
